Dorffest 2026
16.07.2026
Neunkirchen weiht Nahwärmenetz feierlich ein
Dorffest wird zum Zeichen gelebter Gemeinschaft
Zwei unvergessliche Tage liegen hinter uns
Mit einem großen Dorffest hat die Gemeinde Neunkirchen am vergangenen Wochenende die offizielle Inbetriebnahme ihres Nahwärmenetzes gefeiert. Zwei Tage lang wurde an der Energiezentrale nicht nur eines der größten Infrastrukturprojekte der Gemeindegeschichte gewürdigt, sondern auch das beeindruckende ehrenamtliche Engagement zahlreicher Vereine und Bürgerinnen und Bürger.
Den Auftakt bildete am Samstagnachmittag der offizielle Festakt. Für die musikalische Eröffnung sorgte die Grundschule Neunkirchen mit dem Lied „Freude schöner Götterfunken“, unterstützt vom Sängerbund und dem MGV Rauhe Kehle. Der erste Anlauf verlief dabei nicht ganz wie geplant und sorgte bei den Mitwirkenden ebenso wie beim Publikum für einige schmunzelnde Gesichter. Doch ganz im Sinne des Gemeinschaftsgedankens wurde kurzerhand ein zweiter Versuch gestartet – und der gelang deutlich besser. Die spontane Gelassenheit aller Beteiligten und der herzliche Applaus des Publikums machten den Auftakt zu einem sympathischen und menschlichen Einstieg in die Feierlichkeiten.
Bürgermeister Bernhard Knörzer konnte hierzu zahlreiche Ehrengäste begrüßen. An der Spitze standen die Bundestagsabgeordnete und Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sowie Landrat Dr. Achim Brötel. Ebenso hieß er Altbürgermeister und Ehrenbürger Wolfgang Schirk, zahlreiche Bürgermeisterkollegen aus den Nachbargemeinden, Mitglieder des Kreistags und des Gemeinderats, Vertreter der Umwelt- und Energieagenturen, der Sparkasse Neckartal-Odenwald, der Volksbank Heidelberg-Neckartal, des Maschinenrings, der Abfallwirtschaftsgesellschaft Neckar-Odenwald, des Wasserzweckverbands Mühlbachwasser sowie die beteiligten Planungsbüros und Baufirmen willkommen. Ebenfalls begrüßte er Vertreter der Kindergärten, der Grundschule, der Vereine, der Kirchen, der Feuerwehr und des THW, die Neunkirchener Kirschhoheiten Lennja Elsässer, Lilli Kuhnle und Julie Weinreich sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger und Wärmekunden.








In seiner Ansprache bezeichnete Knörzer die Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes als einen „ganz besonderen und denkwürdigen Tag“ für die Gemeinde. Das Projekt sei weit mehr als eine technische Anlage – es stehe für den gemeinsamen Willen, die Wärmeversorgung Neunkirchens lokal, regenerativ und nachhaltig auszurichten. Mit einem Investitionsvolumen von über 16 Millionen Euro, einem rund zehn Kilometer langen Leitungsnetz und mehr als 220 angeschlossenen Gebäuden sei ein Leuchtturmprojekt entstanden, das jährlich rund 1.900 Tonnen CO₂ einspare und langfristig eine unabhängige, regionale Energieversorgung sichere. Besonders hob der Bürgermeister die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor – von Planungsbüros und Baufirmen über Gemeinderat und Verwaltung bis hin zu den Bürgerinnen und Bürgern, die das Projekt mit Geduld und Verständnis begleitet hätten.
Im Anschluss erläuterte Patrick Schweizer, Geschäftsführer des Generalplaners IBS, die technischen Besonderheiten des Nahwärmenetzes. Sascha Kirschenlohr von der Firma Schuler Bau berichtete über die Herausforderungen und den Verlauf des Netzausbaus. In ihren Grußworten würdigten Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, Landrat Dr. Achim Brötel, Uwe Ristl von der Energieagentur sowie die Neunkirchener Kirschhoheiten das zukunftsweisende Projekt und das große Engagement der Gemeinde.
Bei der Einweihungsfeier zeigte sich eindrucksvoll, dass das Nahwärmeprojekt nicht nur eine technische Verbindung schafft, sondern auch den Zusammenhalt im Ort stärkt.
Zahlreiche Beteiligte aus Verwaltung, Vereinen, Schule und den Kirschhoheiten sowie die vielen Gäste trugen zu einer besonderen und stimmungsvollen Zeremonie bei.
Als sichtbares Zeichen für das neue Nahwärmenetz wurde ein rotes Band von der Bühne aus durch das gesamte Festzelt von Person zu Person weitergegeben. Mit dem gemeinsamen Drücken des roten Knopfes durch Bürgermeister Bernhard Knörzer, Nina Warken und Achim Brötel wurde anschließend nicht nur eine kleine Pyroshow ausgelöst, sondern symbolisch auch die Nahwärmeversorgung für Neunkirchen in Betrieb genommen.

Für einen ganz besonderen und zugleich emotionalen Schlusspunkt des Festakts sorgte die Grundschule Neunkirchen mit einem zum Thema Klimaschutz passenden Lied „Blumen und Beton“. Was zunächst als musikalischer Beitrag begann, entwickelte sich zu einer gelungenen Überraschung: Nach und nach schlossen sich Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher örtlicher Vereine, der Kindergärten sowie weitere Mitwirkende den Schülerinnen und Schülern an und verwandelten den Auftritt in einen mitreißenden Flashmob. Die gemeinsame Choreografie stand sinnbildlich für den starken Zusammenhalt und das lebendige Miteinander in Neunkirchen – Werte, die auch das Nahwärmeprojekt während der gesamten Bauzeit geprägt haben. Bürgermeister Bernhard Knörzer dankte im Anschluss insbesondere der Ideengeberin Jessica Kaiser, Elternbeirätin des Waldkindergartens. Gemeinsam mit Sabrina Kießling und Vanessa Haag hatte sie die Choreografie mit den zahlreichen Mitwirkenden einstudiert. Der langanhaltende Applaus der Gäste zeigte, dass diese gelungene Überraschung zu den bewegendsten Momenten des gesamten Festakts zählte und den Gemeinschaftsgedanken eindrucksvoll zum Ausdruck brachte.
Anschließend spielte die Band „Plug'n'Play“ und sorgte bis in den Abend hinein für beste Unterhaltung und einen gelungenen Ausklang des ersten Festtages.

















Familientag
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familien. Mit einem ökumenischen Gottesdienst vor der Energiezentrale begann der Familientag. Die beiden Neunkirchener Kindergärten gestalteten den Gottesdienst mit viel Engagement mit und sorgten für einen gelungenen Einstieg in den Tag.
Anschließend fiel der Startschuss zur ersten Neunkirchener Familienchallenge. Insgesamt 35 Familien stellten sich sechs abwechslungsreichen Stationen und kämpften mit Geschick, Teamgeist und jeder Menge Spaß um die Podestplätze. Organisiert und betreut wurden die Stationen von zahlreichen Ehrenamtlichen und örtlichen Vereinen: Die Turnabteilung des SVN sorgte mit dem Dosenwerfen für Treffsicherheit, Vanessa Haag, Caroline Rost und Cornelia Gramlich hatten ein Wasserspiel vorbereitet, der Boule-Sport-Club betreute die Boule-Station, die örtlichen Jäger luden zum Jägerquiz ein und Familie Tomic gemeinsam mit Johannes Knörzer organisierte das Torwandschießen.
Auch abseits der Familienchallenge war auf dem gesamten Festgelände einiges geboten. Der Maschinenring zeigte anschaulich, wie aus einem Holzstamm die Hackschnitzel entstehen, die später als Brennstoff für die Holzheizung dienen. Bei den Neikercher Bessembinnern zeigten Ruth Schäfer und Silvia Graßl die traditionelle Kunst des Besenbindens und begeisterten damit zahlreiche interessierte Besucher. Die jüngsten Gäste hatten ihren Spaß auf der Hüpfburg am Waldkindergarten oder beim Kinderschminken am Sportheim, das von den evangelischen und katholischen Kindergärten angeboten wurde.
Für das leibliche Wohl war an mehreren Stationen bestens gesorgt. Der SVN bewirtete die Gäste am Sportheim mit Speisen und Getränken, während dort erfrischende Kinder-Cocktails durch den katholischen Kindergarten für eine willkommene Abkühlung sorgten. Im Schützenhaus übernahmen der MGV Rauhe Kehle und der Boule-Sport-Club die Bewirtung der Besucher. Am Sängerheim lud der Förderverein der Grundschule zu Kaffee und Kuchen ein. Direkt daneben konnten Interessierte auf den Padelplätzen ihr spielerisches Können unter Beweis stellen oder den spannenden Ballwechseln zusehen. Wer es etwas gemütlicher angehen wollte, ließ den Nachmittag bei einem Eis oder einem Aperol am Stand des Heimat- und Museumsvereins ausklingen.












Auflösung der Schätzfrage
Großes Interesse weckte zudem das Schätzspiel an der Energiezentrale. In einem Glas befanden sich exakt 387 Holzhackschnitzel – eine Zahl, die von vielen Besucherinnen und Besuchern möglichst genau geschätzt werden sollte. Lina Knörzer lag mit nur 12 Stück knapp daneben und gewann einen Bürgermarkt Gutschein.
Den stimmungsvollen Abschluss des Dorffestes bildete am Sonntagabend ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Die beiden Tanzgruppen des SVN präsentierten ihr Können und begeisterten das Publikum mit ihren Auftritten. Unter der Leitung ihrer Trainerinnen Lennja Elsässer und Nele Schilling trainieren die beiden Gruppen Woche für Woche und zeigten eindrucksvoll, was sie in den vergangenen Monaten einstudiert hatten.
Zwischen den Auftritten fand die Siegerehrung der ersten Neunkirchener Familienchallenge statt. Den dritten Platz belegte Familie Wirth, Platz zwei ging an Familie Adepoju und über den Sieg durfte sich Familie Seifert freuen. Die Gewinner erhielten Gutscheine, die von den örtlichen Gaststätten Pizzeria Rose, der Gaststätte To Kounelaki sto Hasenstall sowie dem NaturKulturHotel Stumpf gestiftet worden waren. Den Schlusspunkt setzten die Turnerinnen des SVN mit einer beeindruckenden Vorführung. Unter der Leitung ihrer Trainerinnen Sophia Göhrich und Tina Diemer präsentierten sie ihr Können und erhielten dafür langanhaltenden Applaus der zahlreichen Zuschauer.
Das Dorffest zur Einweihung des Nahwärmenetzes zeigte eindrucksvoll, was in Neunkirchen möglich ist, wenn Vereine, Unternehmen, Ehrenamtliche und Bürgerschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Die gelungene Mischung aus offiziellem Festakt, Unterhaltung und Familienprogramm machte das Wochenende zu einem besonderen Ereignis, das den Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird.
DANKESCHÖN
Ein herzliches Dankeschön an alle Helferinnen und Helfer!
Ein Dorffest in dieser Größenordnung und die offizielle Einweihung unseres Nahwärmenetzes lassen sich nur gemeinsam verwirklichen. Hinter den beiden Festtagen standen unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit, viel Engagement und ein großartiger Zusammenhalt.
Unser herzlicher Dank gilt deshalb allen, die zum Gelingen beigetragen haben. Stellvertretend danken wir:
- dem Organisationsteam sowie allen Helferinnen und Helfern für die Planung, den Auf- und Abbau und den reibungslosen Festbetrieb,
- den örtlichen Vereinen, Verbänden und ehrenamtlichen Gruppen für ihr großes Engagement und die tatkräftige Unterstützung,
- den beteiligten Firmen, Planungsbüros, Dienstleistern und Projektpartnern des Nahwärmeprojekts für die hervorragende Zusammenarbeit,
- den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs und der Gemeindeverwaltung für ihren unermüdlichen Einsatz,
- den Hilfs- und Rettungsorganisationen sowie den Sicherheitskräften für die zuverlässige Begleitung der Veranstaltung,
- den musikalischen und kulturellen Mitwirkenden, die den Festakt und das Bühnenprogramm bereichert haben,
- den Kindergärten, der Grundschule sowie den kirchlichen Gemeinden für ihre vielfältigen Beiträge und die Mitgestaltung des Programms,
- allen Mitwirkenden des Flashmobs, die den Gemeinschaftsgedanken in beeindruckender Weise auf die Bühne gebracht haben, insbesondere Jessica Kaiser für die Idee sowie Sabrina Kießling und Vanessa Haag für das Einstudieren der Choreografie
- allen Helferinnen und Helfern an den Bewirtungs- und Verkaufsständen sowie den gastronomischen Anbietern Familie Farhadi, Gigis Restaurant, Leimen sowie Richard Gögele für die ausgezeichnete Verpflegung,
- der Firma Gerbig Veranstaltungstechnik für die professionelle Gesamtbetreuung der Veranstaltung – von der Bereitstellung der Bühne über die Ton- und Veranstaltungstechnik bis hin zur Organisation des musikalischen Abendprogramms mit der Band Plug'n'Play
- Martin Hahn für die eindrucksvolle fotografische Dokumentation des Festwochenendes,
- allen, die mit Dekoration und der Gestaltung des Festgeländes für eine einladende Atmosphäre sowie für die liebevolle Gestaltung und Vorbereitung der Präsente, gesorgt haben,
- allen Mitwirkenden der Familienchallenge, den beteiligten Vereinen und Institutionen sowie allen teilnehmenden Familien für einen abwechslungsreichen und gelungenen Familientag,
- den örtlichen Unternehmen und Gaststätten für ihre großzügige Unterstützung und die Bereitstellung von Sachspenden und Preisen.
Allen Unterstützerinnen und Unterstützern im Hintergrund, die oft unbemerkt einen wichtigen Beitrag geleistet haben: Ein besonderer Dank
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die unser Dorffest besucht und mit Leben gefüllt haben. Das Dorffest und die Einweihung unseres Nahwärmenetzes haben einmal mehr gezeigt, was unsere Dorfgemeinschaft auszeichnet: Zusammenhalt, Ehrenamt und die Bereitschaft, gemeinsam etwas Großes auf die Beine zu stellen.
Vielen Dank an alle, die ihren Beitrag dazu geleistet haben!
